Baubericht Phönix

Baubericht Phönix

4. November 2020 Aus Von Jürgen J.
– Update vom 10.08.2021 –

Planung und Bau

Nicht wie der mystische König aus der Asche, sondern im Kopf des Konstrukteurs Werner Daniel ist er entstanden: Phönix, ein Segler für F-Schlepp und Thermikflug.

Im Oktober 2017 zeichnet Werner die ersten Entwürfe: bei einer Spannweite von ca. 4 Metern soll der “Phönix” weniger als 5 kg wiegen, einen einfachen Rumpfaufbau haben und mit Landehilfe, Schleppkupplung und Zentralrad im Auto transportierbar sein.

Im Winter 2017 beginnen Bodo Bersuch, Edmund Seitz, Peter Pecher und der Konstrukteur mit dem gleichzeitigen Bau von vier Seglern. In seiner Werkstatt erstellt Werner eine Rumpfhelling, sägt Rumpfspanten und Teile für den Radkasten aus und fertigt den Rumpf. Danach wandert die Helling in die Werkstatt von Bodo, wo die anderen Rümpfe aus 10er Balsa Dreikantleisten zusammengeklebt werden. Nachdem die Pläne für Seiten- und Höhenleitwerk gezeichnet sind, entstehen die Leitwerke, die aus Gewichtsgründen fast ausschließlich aus Balsaholz gefertigt wurden.

Im Januar 2018 konstruiert Werner die Tragflächen und zeichnet die Pläne dafür im Maßstab 1:1. Um zügig voran zu kommen, wird die Flächenhelling so breit gewählt, dass beide Flügel gleichzeitig gebaut werden können. Die Flügelrippen im Profil E 193 mod. werden im Blockverfahren hergestellt und je vier Hauptholme verleimt. Und als der Rohbau nahezu fertig ist, stellt Edmund die Frage in den Werkstattraum: “Werner, sag mal, fliegt der Segler überhaupt?” Betretene Stille, dann die zaghafte Antwort des Konstrukteurs: “Ich geh schon davon aus!”

Die Frage klärt sich am 12. April, als die Piper PA 18 von Bodo zum Schlepp bereitsteht. Wie Phönix aus der Asche hebt der “mystische König” nach kurzer Rollstrecke vom Boden ab und folgt brav der Schleppmaschine in den Himmel. Die Ruderausschläge und der Schwerpunkt stimmen und ergeben einen ruhigen und zu jeder Zeit kontrollierbaren Flug, wobei die Störklappen einen geordneten Abstieg aus großen Höhen und eine zielgenaue Landung ermöglichen. “Hurra, er fliegt!” Der zweite Phönix von Edmund hat seinen Erstflug am 15. 02. 2019, auch im F-Schlepp hinter Bodo`s PA 18, erfolgreich absolviert.

Technische Daten

Spannweite: 4000 mm
Länge: 1850 mm
Gewicht: ca. 4100-4300 g
Tragfächenprofil: Eppler E 193 modifiziert
EWD (Tragflügel) = + 2 Grad
EWD (Höhenleitwerk) = 0 Grad
V-Form (gesamt) = 4 Grad (je Seite = 2 Grad)
RC-Funktionen: Höhe/Seite/Quer/elektr. Störklappen je 400 mm/ Schleppkupplung

(Zum vergrößern Bilder anklicken und lesen was da steht!)

Mit viel Spaß und neuen Erfahrungen haben die vier Modellbauer einen 4-Meter-Segler gebaut, der entspanntes Fliegen garantieren wird. Sobald Bodo seinen Segler mit einem zusätzlichen Elektromotor ausgestattet hat, werden wir auch über diesen Erstflug berichten.

Phoenix mit Rückkehrhilfe

Bodo hat seinen Phönix III im Frühjahr 2021 fertiggestellt. Ausgerüstet mit elektrischen Störklappen, einer Schleppkupplung und einem E-Motor als Heimkehrhilfe bringt der Segler 4300 g auf die Waage.

Das Einfliegen übernahm der Konstrukteur höchstpersönlich. Schwerpunkt und EWD sind geprüft, alles passt. Und so stand dem Erstflug am 20. Mai 2021 auf unserem Modellflugplatz „am Teufelsgraben“ in Nieder-Florstadt nichts mehr im Wege. Bodo schleppt mit seinem „Hektor“ den Phönix in gekonnter Harmonie auf ca. 200 m Ausgangshöhe. Zunächst werden die Flugeigenschaften getestet. Alles auf Anhieb OK. Dann wurde die sogenannte Heimkehrhilfe zum ersten Mal eingesetzt. Zur Freude Aller ist die Antriebseinheit so stark, dass sogar ein leichter Steigflug möglich ist.

Heimkehrhilfe:           
E-Motor          –           Turborix 
E-Regler          –           Yeti 70 A
Flugakku         –           Lipo 3S / 3000 mAh
Luftschraube   –       13 x 9 Klappluftschraube

Peters Phoenix IV muss leider wegen anderer Projekte im Rohbaustadium ruhen. Rumpf mit Seitenleitwerk und Höhenleitwerk sind bereits fertig.

Der Phönix I mit aufsteckbaren Flügelenden

Konstrukteur Werner plant bereits Aufsteckflügel für seinen Phönix I. Damit erreicht das Modell wahlweise eine Spannweite von 4000 mm (Standard) und mit der Verlängerung 4600 mm.

Über die Flugerprobung wird berichtet.